3 Hände und McGyver

“Handy in der einen, Stift in der anderen Hand, und wie soll ich da den Stoff festhalten? Da bräuchte man ja eine dritte Hand?” 

Klar, so eine dritte Hand wäre auch im echten Leben manchmal praktisch. Aber die hat man nun mal nicht. Deswegen haben wir Pattarina so konzipiert, dass man die App mit zwei Händen benutzen kann. 

Notwendig dafür ist, den Stoff gut mit Gewichten zu beschweren, und einen Trickmarker zu verwenden. Damit malt man dann auch nicht die gesamte Linie ab, sondern nur Teile der Linie, oder sogar nur Punkte. Das klappt gut, weil die Linie, die im Bildschirm gezeigt wird, auch gestrichelt – – – – ist. In die Zwischenräume lässt sich gut zeichnen.

Pattarina: Markierung mit Trickmarker

Bei unseren Tests haben wir immer wieder beobachtet: Ja, es braucht ein bißchen Übung. Viele können es nach 20 Sekunden üben, andere brauchen länger, aber mehr als 7 Minuten braucht keiner.

Was auch geht: Ein Stativ verwenden. Es gibt z.B. Schwanenhalsstative, die man an der Tischplatte festklemmt.

Diesen Tipp haben wir von mehreren Leuten, die an unserem Test teilgenommen haben, bekommen. Eine unserer Testerinnen, nennen wir sie mal McGyver, hat sich selbst eine geniale Konstruktion gebaut: Klemmleuchte aus dem Baumarkt, Selfiestick drangebunden, fertig! Total cool. Wenn man so mit Stativ arbeitet, kann man sogar Schneiderkreide benutzen. Bei Kreide muss man den Stoff meist mit den Fingern spannen oder festhalten, damit sie ordentlich malt. Und mit so einem Stativ hat man die Hände wieder frei, und kann damit den Stoff spannen.

Liebe Grüße
Nora und Markus

Danke schön für die Unterstützung bei Kickstarter!

Pattarina freut sich über die tolle Unterstützung - Konfetti!

Über 19.500 Euro und fast 700 Unterstützer – unsere Kickstarter-Kampagne war ein voller Erfolg. Wir sind überwältigt und sehr, sehr dankbar.

Jetzt heißt es für uns: Weiter an der App arbeiten, mit dem Ziel, Ende Mai einen kurzen Test (dann auch für Android) zu machen, und Richtung Ende Juni mit der App rauszukommen. Du willst beim Test dabei sein? Dann lasse dich am besten gleich vormerken.

Herzliche Grüße, Nora und Markus

Der erste Pattarina-Prototyp aus Karton

Wie es mit Pattarina begann

Wie wir auf die Idee zu Pattarina gekommen sind – das werden wir oft gefragt, und ich möchte gern hier etwas davon erzählen. Ich, Nora, nähe selbst schon seit meiner Kindheit – aber die ganze Schnittmustervorbereitung empfand ich schon immer als anstrengend.

Auf der Heimfahrt von einer Silvesterparty Anfang 2017 kam mir plötzlich die Idee, Schnittmuster irgendwie mit Licht auf den Stoff zu übertragen. Wie cool wäre es, wenn man die Schnittteile einfach auf dem Stoff anknipsen könnte?

Idee 1: Wir bauen einen Beamer für Schnittmuster

Ein halbes Jahr bin ich mit der Idee durch die Welt gelaufen, einen Schnittmusterbeamer zu bauen. Es gibt sogar noch den allerersten Prototypen! Ein Karton mit einer riesigen Linse vorn drauf – hinten kann man sein Handy reinstecken, und das Handybild wird durch die Linse projiziert. 

Lighty, der erste Patttarina-Prototyp
Lighty – unser erster Prototyp

Das Bild an der Wand war allerdings nur sehr, sehr funzlig. In der totalen Dunkelheit war eher ein Flackern als ein Schnittteil zu sehen.

Als nächstes habe ich angefangen, mit echten Beamern zu experimentieren. Auf einem Handgemacht Kreativmarkt hier in der Gegend habe ich einen kleinen Stand gemietet und mich dort mit einem Ultra short throw Beamer postiert, ein Schnittteil angezeigt und geschaut was die Leute sagen.

Pattarina wurde auf Messen getestet


Die Reaktionen waren der Wahnsinn. Manche wollten direkt den Beamer kaufen! Das hat gezeigt, dass ich nicht die einzige bin, die ein Problem mit der Schnittmustervorbereitung hat.

Pattarina-Prototyp-alt: ein Beamer
So sahen die projizierten Linien aus

Allerdings ist mir dabei auch klar geworden, wie umständlich so ein Beamer in der Handhabung ist, wie teuer, und wie kompliziert in der Entwicklung. 

In dieser Phase habe ich auch umfangreiche Interviews mit Hobbynähern geführt, teilweise bis zu 3 Stunden lang. Durch offene Fragen habe ich versucht herauszufinden, was diese Leute am Nähen am meisten mögen, und was sie am wenigsten mögen.

Wie hättest du geantwortet? Schreib es gern hier als Antwort dazu. Danke!

In den Interviews kam raus: Am meisten gemocht wird die Kreativität und das tatsächliche Nähen an der Maschine. Und – Glück für uns – 80% aller Befragten mögen tatsächlich die Vorbereitung der Schnittmuster am wenigsten. Abgeschlagen auf Platz 2 und 3: Wenn etwas nicht funktioniert/die Maschine streikt sowie Handnähte.

Idee 2: Wir bauen lieber eine Schnittmuster-App

Im September 2017 passierten zwei Dinge gleichzeitig, die geholfen haben, Pattarina technologisch neu auszurichten.


1.) Das ARKit von Apple kam heraus, eine neue Entwicklungsumgebung für Augmented-Reality-Anwendungen. Das war ein richtiger Quantensprung im Vergleich zu allem, was es vorher im Bereich Augmented Reality gab! 


2.) Durch meine Doktormutter und seinen Doktorvater lernte ich Markus kennen. Er war sofort begeistert davon, eine App für Schnittmuster zu entwickeln und Hobbynähern das Leben zu vereinfachen. Sein Opa war leidenschaftlicher Laubsäger – Markus hat also direkt weitere Anwendungsfälle gesehen. 

Markus und ich haben uns gemeinsam entschieden, es mit Augmented Reality zu versuchen. Im Mai 2018 haben wir so richtig losgelegt. Unser großes Glück: Wir hatten das Startup-Stipendium exist erhalten und bauten am ersten Prototyp der App. Im Juni hatten wir direkt unseren ersten Nutzertest, und ab da hieß es: 3 Wochen entwickeln, 1 Woche testen.
Insgesamt 45 Leute haben wir getroffen, ihnen ein Handy in die Hand gedrückt und gebeten, die App auszuprobieren.

Nutzertest bei Pattarina
Beim Nutzertest wird einem ständig über die Schulter geschaut


Bei solchen Tests ist es wichtig, dass man die Tester möglichst frei einfach machen lässt, nicht viel erklärt und auch nicht hilft, wenn sie nicht weiterkommen. Gar nicht so einfach 🙂
Nach 45 Tests in Cottbus, Berlin, Potsdam, Dresden und Leipzig haben sich Markus und Carl, der uns damals intensiv geholfen hat, für einige Wochen zurückgezogen und die App “so richtig” programmiert. Aus einem Prototyp wurde eine App, die tausende Nutzer gleichzeitig verwenden konnten.

Und mit dieser App haben wir Ende Januar unseren Testlauf gestartet. Über 1.600 Menschen haben die App heruntergeladen und ausprobiert, wir haben bestimmt von 1.000 Testern detailliertes Feedback bekommen. Und sehr viele Designer haben uns unterstützt, indem sie uns je ein Schnittmuster zum testen überlassen haben (diese Designer waren beim Test dabei). Zu sehen, dass uns so viele Leute so aktiv unterstützen, hat uns wirklich sehr, sehr glücklich gemacht.

Du möchtest beim nächsten Test dabei sein? Dann registriere dich für die Testrunde.

Im Test haben wir viel gelernt! Insgesamt waren wir sehr zufrieden, wie die App damals schon lief, aber natürlich sind wir auch auf einige Bugs gestoßen. Seitdem geht es hier darum, alle Fehler auszumerzen und die App fertig zu bekommen.

Und woher kommt der Name Pattarina?

Von Anfang an war klar, dass sich unser Name aus den Wörtern “Patterns in air” ergeben soll. Denn Schnittmuster, die durch die Luft auf den Stoff kommen, an Stelle von Schnittmusterpapier, -folie oder sonstigen Hilfsmitteln.

Die erste Idee war Pina, also die einfache Abkürzung von Patterns in air. Der Name Pina ist aber schon in allen möglichen Kontexten vergeben, also kam der “Nachname” Patterly dazu. Problem: Pina Patterly konnte kein Mensch so richtig aussprechen.

Markus hatte dann eines Tages die Eingebung, die Abkürzung einfach anders zu gestalten. Patterina statt Pina, für Patterns in air. Ich habe dann noch das ER in der Mitte durch AR ersetzt, als Abkürzung für Augmented Reality. So ist Pattarina entstanden.

Und ob man das jetzt deutsch oder englisch ausspricht, ob man es Patterina, Patarina oder Pattarina schreibt ist jedem selbst überlassen. 🙂

Danke und viele liebe Grüße,

Nora und Markus

Das Team hinter Pattarina

Nora, Markus, Claus und Carl

Oft werden wir gefragt, wie wir denn als Fachfremde dazu gekommen sind, uns mit so einem Thema wie Augmented Reality für Schnittmuster zu beschäftigen. Sooooo fachfremd fühlen wir uns aber gar nicht.

Markus hat Informations- und Medientechnik an der BTU Cottbus studiert und 6 Jahre lang an Softwarevisualisierung und Computer vision geforscht. Eine Fragestellung war, wie man Software so darstellen kann, dass auch Nicht-Informatiker die Strukturen verstehen – die Antwort darauf: als Stadt. Ein Softwaresystem wird also als eine geordnete Menge von Häusern, Straßen, Parks und so weiter gezeigt. Jedes Haus ist ein Stückchen Code. Viel von dieser Forschung kann Markus nun bei Pattarina einsetzen, z.B. all jene Algorithmen, die helfen, die Häuser optimal in der Stadt anzuordnen. Denn die Anordnung von Schnittteilen auf dem Stoff ist gar nicht so anders.

Markus Uhlig und Nora Baum, die Gründer von Pattarina
Markus Uhlig und Nora Baum, die Gründer von Pattarina

Ich, Nora, habe vor Pattarina bei einer internationalen Unternehmensberatung gearbeitet. Davor habe ich in Mannheim Soziologie, Politikwissenschaften und BWL studiert und in Cottbus promoviert – und zwar zu E-Commerce und Digitalisierung von Handwerksleistungen. Außerdem habe ich schon als Kind nähen gelernt und trage jeden Tag selbstgenähte Kleidung (Im Kickstarter-Video ist mein Jeansrock selbstgenäht. Der war aber leider ein One-day-wonder, denn er wurde erst am Abend vorher fertig, und ist direkt am Nachmittag des Filmdrehs an der vorderen Mittelnaht ausgerissen 🙂 Dabei hat er mir so gut gefallen.).

Außerdem unterstützt uns Prof. Lewerentz vom Lehrstuhl für Softwaresystemtechnik seit über einem Jahr, und Carl, unser Hiwi/Praktikant mit dem Auge für Details, ist auch eine echte Perle.

Wenn also die Frage nach der Fachfremdheit kommt sagen wir immer. “Wir sind zwar fachfremd, aber wir wissen schon, was wir tun.”
Wir wünschen dir einen schönen Sonntag und sagen nochmal danke und liebe Grüße

Nora und Markus

Anker und Fadenlauf

Was ist eigentlich dieser Anker? Und berücksichtigt Pattarina den Fadenlauf? Wie geht das?

Der Anker ist ein kleines Blatt Papier – die letzte Seite, die man drucken muss, denn er funktioniert mit allen Schnittmustern und allen Schnittteilen. Auf diesem Blatt Papier ist ein vordefiniertes Bild drauf, das asymmetrisch und sehr kontrastreich ist. Es hilft der App, sich zu orientieren.

Der Pattarina-Anker
Der Pattarina-Anker

Sobald dieses Bild auf dem Stoff liegt und vom Handy erkannt wird, erscheint das Schnittteil. Es hängt exakt an diesem Bild dran, ist quasi daran geankert (so sind wir auch auf den Namen gekommen). 

Mit Hilfe des Ankers kann man dann das Schnittteil ausrichten, denn der kleine Pfeil in der Mitte des Ankers liegt genau parallel zum Fadenlauf des Schnittteils. Also schaut man, dass der Pfeil im Anker schön parallel zur Webkante oder zum Stoffbruch liegt.

Da der kleine Pfeil im Anker parallel zu den Außenkanten des Ankers ist, kann man sich auch daran gut orientieren.

In Technologiesprech heißt so ein Anker übrigens Marker. Das wollten wir hier lieber vermeiden, da dieses Wort im Nähbereich schon von den Trickmarkern besetzt ist, und auch leicht mit Markierungen wie Knipsen verwechselt werden könnte.

In diesem Video kann man es erkennen, hoffe ich:

Und mit Hilfe des Ankers lässt sich ein Teil auch gut im schrägen Fadenlauf ausrichten:

Pattarina-Anker im schrägen Fadenlauf
Pattarina-Anker im schrägen Fadenlauf

Und noch ein kleiner Hinweis: Unsere Kickstarter-Kampagne läuft noch 2 Wochen – also, wer noch dabei sein möchte: Ran an den Speck! Es gibt exklusive Schnittmuster, auch in Paketen, und den Pattarina-Premium-Zugang. Hier geht es lang. Danke schön.

Herzliche Grüße und einen schönen Sonntagnachmittag

Nora

Am beliebtesten: Pattarina-Premium

Unsere Kickstarter-Kampagne ist richtig toll angelaufen. Nach 3 Tagen war das erste Fundingziel von 8.000 Euro erreicht, jetzt stehen wir bei unglaublichen 12.000 Euro und 471 Unterstützern! Danke an alle, die schon dabei sind.

Die beliebteste Prämie ist übrigens der Pattarina-Premium-Zugang. Damit sicherst du dir als erste und für ein ganzes Jahr lang tolle neue Features in Pattarina, z.B. Änderungen oder eine flexibel einstellbare Nahtzugabe. 

Die volle Liste der Prämien:

  • ein exklusives Kinder-, Damen- sowie ein Herrenschnittmuster,
  • Schnittmusterpakete,
  • Pattarina-Visionär,
  • und der oben erwähnte Premium-Zugang
  • oder die Möglichkeit, seinen Namen in die App gravieren zu lassen, als besonderer Unterstützer

Wir freuen uns über jede Unterstützung, klicke einfach hier wenn du auch dabei sein möchtest!

Vielen lieben Dank.

Unterstütze unsere Kickstarter-Kampagne

Bei Pattarina ist grad echt was los: Die erste Testrunde hat uns viel hilfreiches Feedback gebracht, die zweite Runde wird demnächst beginnen. Wir hoffen, noch im Frühsommer mit der App so richtig an den Start zu gehen!

Und damit dieser Zeitplan klappt, bitten wir heute um Unterstützung. Es geht diesmal aber nicht ums Testen – heute kann man sich schon mal “ein Stückchen Pattarina” sichern! Das geht mit unserer Kampagne, die wir gerade bei Kickstarter begonnen haben. Hier erreichst du die Kampagne.

Das Ziel der Kampagne ist, insgesamt 8.000 Euro einzusammeln – und zwar, indem ganz viele Leute virtuell kleine Beträge zusammenlegen. Bis zum 21. April haben wir Zeit – dann heißt es “alles oder nichts”. Ist das Ziel erreicht, bekommen wir das Geld, ansonsten leider nichts.

Die tolle Prämien gibt es so nur in dieser Kampagne. Dazu gehören z.B.:

  • Exklusive Pattarina-Schnittmuster für einen Kinderpulli, ein schönes Damentop oder ein Herrenshirt: Diese werden exklusiv für die Kickstarter-Kampagne entwickelt.
  • Mehrere Schnittmuster zum Paketpreis: Wer kann da widerstehen?
  • Zugang zu Pattarina-Premium für ein Jahr: Besondere Zusatzfunktionen als Erste nutzen
  • Pattarina-Visionär: Wer sich nicht fürs Nähen, aber für das Grundprinzip von Pattarina interessiert, kann uns helfen, die App in ganz neue Richtungen weiterzuspinnen. 
  • Und sollte irgendwo ganz viel Geld übrig sein, kann man sich einen von fünf exklusiven Nennungen in der App sichern. 🙂

Schnell sein lohnt sich: Insgesamt 100 dieser Prämien bieten wir zu besonders günstigen Early-Bird-Tarifen an.

Das Geld, das wir einsammeln möchten, benötigen wir dringend, um die App schnell fertig zu bekommen und um noch mehr Schnittmuster zu integrieren. Das schaffen wir nicht mehr zu zweit, sondern brauchen Unterstützung von außen. Deswegen bitten wir heute um Hilfe.

Noch nie bei Kickstarter mitgemacht? Kein Problem, es geht ganz einfach. Schau dir in Ruhe unsere Seite dort an (sie ist oben unter dem Link zu erreichen). Du siehst ein Video von uns und bekommst ein paar Infos zur App. Rechts siehst du verschiedene Prämien, die du kaufen kannst. Such dir eine aus. Dafür gibt es verschiedene Bezahlmöglichkeiten. Gern kannst du auch mehr zahlen als den angegebenen Betrag – jeder Euro hilft uns! Die Prämie erhältst du, sobald sie verfügbar ist (das Datum steht dort jeweils dabei).

Wir würden uns sehr über Unterstützung freuen – wenn wir es schaffen, die 8.000 Euro bis zum 21. April zu erreichen, wären wir sooooo glücklich, und es würde unsere Arbeit sehr, sehr vereinfachen. Wir zählen auf dich.

Vielen lieben Dank.

Nora und Markus von Pattarina

Und, wie läuft der Test?

Seit einem Monat ist Pattarina im iOS-Testlauf – und wir sind überwältigt davon, wie viele mittesten, uns ihre Beobachtungen, Kommentare, Fotos und Vorschläge schicken. Hier möchten wir zusammenfassen, was wir gelernt haben und wie es weitergeht.

Der Pattarina-Test

Pattarina ist die erste App, mit der man Schnittmuster direkt vom Handy auf den Stoff übertragen kann. Nie wieder drucken, kleben oder abpausen. Das spart Zeit, Nerven und Papier.

Diese App entwickeln mein Kollege Markus und ich seit fast einem Jahr zusammen. Wir haben sie schon mit über 40 Testern in persönlichen Treffen getestet. Nun war die App bereit für den nächsten Schritt – ein Test mit vielen Leuten, die Pattarina auf ihren eigenen Handys ausprobieren, ohne dass einer von uns daneben steht und erklärt wie es geht.

“Bereit zum Test” heißt übrigens nicht, dass die App fertig ist – es gibt immer noch eine Menge zu tun. Uns war es wichtig, so früh wie möglich Rückmeldungen von echten Nutzern zu bekommen, um zu sehen, wo wir wirklich noch ranmüssen, und wo eine Lösung vielleicht schon gut genug ist (auch wenn es einem in den Fingern juckt, da und dort noch was zu verbessern).

Was man mit Pattarina macht – abzeichnen unter dem Handybildschirm – ist auch eine neue Arbeitsweise, die man so noch nie angewendet hat. Es geht beim Test also nicht nur um die Verständlichkeit und Bedienbarkeit der App an sich, sondern auch um das Testen dieses ganz neuen Arbeitsprozesses.

So viele Pattarina-Tester

Sehr, sehr viele Leute sind dem Testaufruf gefolgt und schreiben uns megaviel Feedback. Fast die Hälfte der Leute, die wir eingeladen haben und die ein Telefon ab dem iPhone 6s besitzen, haben die App schon getestet. Das ist eine unfassbar hohe Quote – danke schön an alle Tester!

Direkt zu Beginn des Testes hat uns das gleich etwas Nerven gekostet – Apple hat die Einladungsmail an einem Samstag Abend verschickt, ohne dass wir genau wussten, wann es losgeht. Und auf den Ansturm, der dann kam, war unser Backend nicht ganz eingestellt. Fotos oder Nähanleitungen wurden deshalb in der ersten Testnacht nicht angezeigt. Zum Glück konnten wir das Problem direkt am Sonntag morgen direkt beheben. :-)))

Die ersten Ergebnisse

Am meisten freut uns, dass sich die Tester in der App gut zurechtfinden, und dass die Übertragung der Schnittmuster gut klappt, vor allem bei den Kindersachen. Wir haben schon mehrere total süße Fotos mit Pumphosen, Schlauchschals, Shirts und Mützen bekommen.

Natürlich zeigen sich auch ein paar Bugs in der App – um die zu finden, testen wir ja. Bei gewissen Handymodellen stürzt die App manchmal ab oder bestimmte Icons reagieren teilweise nicht. Das ist ärgerlich, und wir arbeiten an der Behebung.

Auch bei der Übertragung größerer Schnittteile hatten ein paar Nutzer Schwierigkeiten, andere sind gut klargekommen. Die Schwierigkeiten liegen zum Teil an technischen Dingen, die wir in der App verbessern müssen, zum Teil daran, dass es ein paar Rahmenbedingungen für die Übertragung gibt, auf die wir stärker hinweisen müssen. Auf folgende Dinge sollte man achten, haben wir im Test gelernt:

  • Auf dem Tisch ist die Übertragung einfacher als auf dem Boden.
  • Kreide geht nicht, auch Buntstifte sind schwierig. Man benötigt wirklich irgendein Zeichengerät, das die Farbe ganz leicht auf dem Stoff hinterlässt, ohne dass man dafür den Stoff festhalten muss. Denn genau dafür hat man eben keine Hand frei. Trickmarker, auswaschbare Filzstifte, so was in der Richtung, sind einfacher zu benutzen.
  • Rutschige Stoffe sind eine besondere Herausforderung. Die müssen so gut wie möglich fixiert werden. Und es ist einfacher, bei solchen Stoffen nur Punkte zu übertragen, die man leicht auf den Stoff tippt, anstatt Linien zu ziehen.
  • Der Anker muss immer im Bild sein. Problem dabei: Der Anker ist offiziell “aus dem Bild”, wenn er vom eigenen Arm verdeckt wird. Das passiert natürlich bei der Übertragung häufiger. Immer dann rutschen die Linien ein wenig, und springen zurück, wenn der Anker wieder voll zu sehen ist. Hat man gesprungene Linien übertragen, wird die Form ungenau. Hier arbeiten wir auch an einer technischen Lösung.
  • Das Anlegen am Stoffbruch ist manchmal herausfordernd, weil man den Eindruck hat, er liegt nicht genau in der Flucht. Das ist ein technisches Problem, an dem wir gerade arbeiten.

So geht es bei uns weiter

Wir haben viele konkrete Verbesserungen für die App notiert, und auch ein paar supercoole Ideen eingesammelt, wie sich die App weiterentwickeln soll.

Von den konkreten Dingen sind zwei Veränderungen etwas umfangreicher, das heißt wir müssen dafür unsere IT-Architektur ein Stückweit anpassen. Die anderen sind dagegen relativ schnell umzusetzen.

Wenn das geschehen ist, sind wir bereit für eine zweite Testrunde. Die wird dann für Android sein! Registriere dich, wenn du dabei sein willst.

Wir freuen uns weiterhin auf eure rege Teilnahme und euer Feedback.

Liebe Grüße

Nora und Markus von Pattarina

Pattarina im Fernsehen

Wir waren im Fernsehen! Boah, war das aufregend.

Pattarina im rbb

Wir kommen da mal kurz vor, ab Minute 08:18.

War ein drittes Programm, und der Beitrag lief recht spät abends, aber egal.

Drei Tage später kamen ein paar Szenen daraus sogar in den Hauptnachrichten.

Wer mal schauen möchte (auch wie es in unserem Büro so aussieht :-)), bitte schön:

https://mediathek.rbb-online.de/tv/rbb-Fernsehen/Zukunft-ohne-Kohle/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=8256334&documentId=59719480

Liebe Grüße,

Nora

Der Pattarina-Testlauf ist gestartet

Yeah, endlich ist unser Testlauf gestartet – und wir freuen uns sehr über die vielen Zuschriften mit Feedback, die uns erreichen. Vielen lieben Dank dafür!

Wer noch nichts gehört hat – schreibt bitte kurz an feedback@pattarina.de, dann können wir euch noch dazuladen.

Und wer den Anker sucht, den man zum Übertragen braucht, er findet sich auf unserer Webseite:

https://www.pattarina.de/testen

Viele Grüße

Nora