So war’s in der Höhle der Löwen (Teil 1)

Schnittmuster zur besten Zeit im Fernsehen, das gab es seit dem Aenne-Burda-Film nicht mehr. Aber jetzt: Wir haben uns mit der Schnittmuster-App Pattarina in die Höhle der Löwen gewagt. War das aufregend! Hier gibt es einen kleinen Blick hinter die Kulissen.

Unser Weg zur Höhle

Selber wären wir nicht auf die Idee gekommen, dass wir in die Höhle der Löwen reinpassen könnten. Technologien, die man nicht direkt als Produkt verkaufen kann, sind dort nicht so häufig – wir hatten deshalb die “Löwen” überhaupt nicht auf dem Schirm.

Ende Januar kam ein Anruf von der Produktionsfirma – ob wir nicht Lust hätten, uns für die Teilnahme bei der Höhle der Löwen zu bewerben?

Das war überraschend! Schließlich waren wir damals gerade erst in unseren ersten iOS-Livetest gestartet, Pattarina war ein Prototyp, und wir hatten schon auf mehreren Pitch-Veranstaltungen festgestellt, dass viele Menschen (aka Männer) rein gar nichts mit dem Thema Nähen anfangen können. So sollten wir in die Höhle der Löwen?

Ohne große Hoffnungen, eher aus Spaß, haben wir ein Bewerbungsvideo gedreht. Und den Spaß hat man uns wohl angemerkt, denn wir bekamen eine Zusage und auch gleich einen Drehtermin!

Vorbereiten auf DEN Tag

Gepitcht hatten wir schon oft und konnten Pattarina im Schlaf vorstellen – egal ob in 30 Sekunden, 3 Minuten oder was auch immer. Fürs Fernsehen muss es aber wirklich ganz präzise sein, damit beim Dreh auch alles passt und keiner “äh äh äh” sagt. Deswegen haben wir ein richtiges kleines Drehbuch für unseren Auftritt geschrieben. Und geprobt!

Auch die Dekorationen beschäftigten uns, denn das meiste bringen die Gründer mit. Mit der Dekoverantwortlichen haben wir in der Woche vor unserem Termin täglich telefoniert.

Set Pattarina bei HdL
Setdekoration

Hier steht tatsächlich meine Nähmaschine, mein Nähzeug, und ein paar der Stoffballen sind auch von mir. Die alte Nähmaschine ist aber nur geliehen.

Den Höhlentrip konnten wir mit einer Fahrt zur Messe verbinden, mit einem unvorstellbar vollen Auto! (Und mussten dann bei der Messe, der h+h, immer schön ruhig bleiben und nicht zu sehr grinsen wenn jemand fragte “Und, wann geht ihr damit in die Höhle der Löwen?”)

Angekommen – auf dem Weg in die Höhle

Deko first! Die Setdekoration wird mit sehr viel Liebe zum Detail gemacht.

Nur ein Beispiel: Das Schnittmuster, das wir gezeigt haben (das geklebte PDF) hatten wir mitgebracht, und zwar so geklebt, wie man das als Hobbyschneiderin eben tut, mit Klebeband obendrauf. Das würde allerdings vor der Kamera zu stark reflektieren. Also hat jemand dort das gesamte Schnittmuster nochmal ausgedruckt, Kanten abgeschnitten und alles von hinten zusammengeklebt, damit nichts spiegelt!

Pattarina in der Höhle der Löwen. Nora Baum und Markus Uhlig pitchen vor den Löwen die App für Schnittmuster
Nora und Markus in der Höhle der Löwen

Was uns in den Vorbereitungsgesprächen überrascht hat: Das Gespräch mit den Löwen ist weder gescriptet, noch wird dort irgendetwas wiederholt gedreht. Und es dauert so lang, wie es eben dauert. Ich hatte gedacht, dass nach dem Pitch vielleicht 15 bis 20 Minuten diskutiert wird, und dann zack, der Nächste, bitte. Aber nein: Man redet so lang wie es eben dauert und für alle Seiten interessant ist. Auch wenn man ein Angebot bekommen sollte, kann man sich hinten in Ruhe beraten (der Punkt wird später noch wichtig :-)).

Licht und Kamera

Um die Beleuchtung einzustellen durften wir dann das erste Mal ins Studio! Alles war schon für unseren Pitch aufgebaut. Die Löwensessel waren leer. Selbst beim Aufschreiben, ein halbes Jahr später, spüre ich an dieser Stelle noch ein flaues Gefühl im Magen. Bald wurde es ernst!

Spontan dachte ich, die Seidentunika auf der Puppe sähe in kurz besser aus. Ich schneid die unten einfach ab! Uuuuuh, ganz schlechte Idee. Denn die einzige Schere dort war eher Deko. Sie schnitt gar nicht gut, erst recht nicht so eine Flutscheseide, die auch noch auf einer Puppe hängt. Das Ergebnis:

Das Pattarina-Set in der Höhle der Löwen
Die Zackenbluse

Aber wenn man einmal angefangen hat zu schneiden gibt es – ihr kennt das – kein Zurück. Also hing eine Zackenbluse in unserem Set.

“Liebe Löwen”

Wir wurden hinter die Bühne gerufen, abgepudert, und dann öffnete sich die Tür.

Ab dann war alles wie im Film. Da sitzen die Leute aus dem Fernsehen, in der Fernsehkulisse – und man selbst steht mitten drin! Wir waren so aufgeregt! Der Pitch lief gut: Keiner hat sich verhaspelt oder versprochen, und als wir am Ende fragten, wer es mal probieren möchte, sprangen Dagmar und Frank gleich auf, später kam auch Carsten dazu.

Das Ausprobieren klappte so mittel bis gut. Und als Dagmar kommentierte, dass Carsten da ja auch “drübergestrichen” hat, mussten wir uns das Lächeln echt verkneifen.

Es folgte eine wirklich gute Diskussion. In der Sendung war das etwas zusammengeschnitten, denn insgesamt waren wir fast 1.5 h im Studio. Es ging um den Unterschied zwischen Augmented und Virtual Reality, um unsere Technologie, um die Vermarktungsfrage, um uns als Gründer. Freundlich, respektvoll und auf Augenhöhe.

Die Angebote

Zwei Angebote! Definitiv mehr als wir erwartet hatten! Carsten wollte 20%, Frank 25%. Wir waren erstmal sehr glücklich dass wir es so weit geschafft hatten, gingen nach hinten – und waren vollkommen ratlos.

Damit hatten wir nicht gerechnet und waren nicht vorbereitet. Wir wussten nicht weiter – sollten wir eines der Angebote annehmen? 20% oder 25% anstatt der angebotenen 12,5%? Frank oder Carsten?

Die lustigste Stelle in der Sendung war, als Markus und ich hinten stehen (mit Untertiteln!), in etwa so:

Nora: “Was machen wir denn jetzt?”

Markus: … Kunstpause … “Na weiß ich doch auch nicht.”

Klar war: Frank ist unser Favorit. Er bringt einen technologischen Hintergrund und gute Kontakte zu Startups mit ähnlicher Zielgruppe mit. Aber 25%? Wir berieten nicht nur so lang, wie in der Sendung zu sehen war, sondern haben sogar noch telefoniert, was gar nicht gezeigt wurde. Aber siehe oben, wir waren der Meinung, Zeit zu haben.

Zurück in der Höhle ging alles ganz schnell, es hatten ja auch alle schon lang gewartet. Nach dem Missverständnis über FETT hatten wir einen Deal mit Frank, fielen uns in die Arme und hatten es geschafft!

Wie es danach weiterging erzählen wir hier bald!

Alle Fotos: TVNow / Bernd-Michael Maurer

Na endlich: Neue Schnittmuster!

Seit Wochen reden wir drüber, nun ist es endlich soweit – es gibt neue Schnittmuster in der Pattarina-App.

Wir starten mit 9 Schnittmustern von burda style

Dabei ist: Eine College-Jacke und eine süße Hose für Babies:

Ganz einfache Hose für Babies nähen - Burda und Pattarina
Süße College-Jacke nähen, Schnittmuster von Burda, übertragen mit Pattarina

Für Kinder gibt es ein Kleid und eine Jogginghose:

Kleid nähen, Schnittmuster Burda, Pattarina-App
Jogginghose, Schnittmuster von Burda, übertragen mit Pattarina
Jogginghose

Für Damen haben wir ein schönes und ganz simples Oberteil:

Einfach: Schnittmuster für ein Oberteil für Damen, Burda und Pattarina

Ein ärmelloses Kleid:

Sommerkleid ärmellos Schnittmuster Pattarina Burda

Einen Rock:

Rock in A-Linie nähen (Burda, Pattarina)

Und die Bluse, die der eine oder die andere schon aus unserem Test kennt:

Bluse von Burda nähen, mit Pattarina übertragen

Außerdem eine Reisetasche.

Reisetasche - Schnittmuster bei Burda, Übertragung Pattarina

Alle Schnittmuster gibt es direkt im Webshop der burda style zu kaufen (einfach auf das jeweilige Foto klicken), du bekommst direkt beim Kauf im PDF-Schnittmuster einen QR-Code zum Freischalten des Schnittmusters in der App.

In den nächsten Tagen kommen weitere Schnittmuster von anderen Designern dazu, wir freuen uns! 

Liebe Grüße, Nora und Markus von Pattarina

Testende

Irgendwann ist auch die schönste Testphase vorbei. Bei Pattarina ist es jetzt soweit.

In den letzten Tagen konnten wir alle Tests erfolgreich abschließen. Stufenweise sind wir übergegangen in den “richtigen” Betrieb der App. Wir sagen herzlich Danke schön für all die Kommentare, Anregungen und Hinweise, die uns in den letzten Wochen erreicht haben. Das hilft uns wirklich sehr – bitte weitermachen!

In der Testphase durften wir mit Schnittmustern von einigen Designern arbeiten, die kostenlos zur Verfügung standen. Wir haben diese Schnittmuster nun komplett aus der App rausgenommen, da sie wirklich nur für die Testphase vorgesehen waren.
Wir hoffen, dass es das ein oder andere dieser Schnittmuster demnächst auch als pattarina-fähige Version zu kaufen gibt.

Woran wir jetzt arbeiten

Im Moment kümmern wir uns darum, neue Schnittmuster in der App verfügbar zu machen. Bisher gibt es drei kostenlose Schnittmuster zum ausprobieren. Kennst du außerdem schon unser Buch “Nähen mit Pattarina”? Vielleicht findest du darin etwas schönes für dich?

Außerdem arbeiten wir an einer Änderung des Übertragungsprozesses. Das ist nötig, um große Schnittteile besser und genauer übertragen zu können.

Nächste Woche sind wir zu Gast bei Swafing in Nordhorn, wo wir einen Workshop anbieten zum Thema “Bordürenstoffe mit Pattarina verarbeiten”. Das wird bestimmt toll!

Liebe Grüße, Nora und Markus von Pattarina

Anglerhut in Pattarina

Es geht los! Die ersten “echten” Schnittmuster für Pattarina kommen! Den Anfang macht ein Anglerhut, der vor Sonne oder Regen schützt.

Anglerhut aus dem Buch "Kinderkleidung für Einsteiger" jetzt per QR-Code (im Buch) in die Pattarina-App laden

Der Hut ist Teil des Buches “Kinderkleidung für Einsteiger. Ganz einfach aus Webware nähen” von Stefanie Kroth, das in der Reihe TOPP beim frechverlag erschienen ist.

Im Buch steht ein QR-Code neben diesem Anglerhut. Den Code scannst du einfach mit der App, und dann kann es schon losgehen. Die Nähanleitung zu diesem Schnittmuster findest du ebenfalls im Buch.

Das Buch enthält eine ganze Grundgarderobe für Kinder aus Webware – Hosen, Hemden, Kleider, Röcke, Blusen, …. Für all diese Schnittmuster gibt es im Buch einen traditionellen Schnittmusterbogen.

Aber! In ein paar Tagen kann man für jedes Schnittmuster auch jeweils die pattarina-fähige Version im Onlineshop des frechverlags kaufen.

Liebe Grüße, Nora und Markus von Pattarina

Pattarina jetzt für iOS und Android verfügbar

Pattarina, die App zur Übertragung von Schnittmustern, gibt es jetzt für iOS und Android!

Pattarina für iOS

Seit knapp zwei Wochen konnten die Android-Nutzer probieren und testen. Jetzt sind endlich auch die App Apple-Nutzer dran – Pattarina ist jetzt im App Store!

Android: Bitte updaten

Im Android-Test gab es noch ein paar Bugs, die vor allem auf Samsung-Telefonen manchmal einen App-Absturz auslösten. Diese Probleme konnten wir lösen. Also: Bitte schnell im Play Store auf die Version 1.0.2 aktualisieren (und vorsichtshalber die App mal komplett schließen, damit kein alter Stand aus dem Cache aufgerufen wird).

Pattarina, die Schnittmuster-App jetzt für iOS und Android verfügbar

Top Tipps: Licht, flacher Anker, nur Punkte oder kleine Striche

Unsere Top Tipps für die Nutzung von Pattarina:

  • Licht an. Je mehr Licht, desto besser kann sich die App orientieren.
  • Lege den Anker ganz flach hin. Er sollte sich nicht wellen (am besten zwischendurch mal ein bißchen pressen).
  • Tippe nur Punkte oder kurze Linien auf den Stoff. Male nicht die gesamte Linie ab, das dauert zu lang. Und zum zuschneiden genügen Strichel oder Punkte

Bißchen leer hier

In der App sind aktuell noch nicht viele Schnittmuster drin. Wir hatten ein paar Testschnittmuster drin, die wirklich nur zum Testen bestimmt waren. Aktuell kannst du einen Schlauchschal, eine Pumphose für Kinder sowie ein Sommerrock für Damen nähen. Diese Schnittmuster sind zum kostenlosen Ausprobieren der App.

Weitere Schnittmuster?

In den nächsten Tagen und Wochen werden viele neue pattarina-fähige Schnittmuster auftauchen. So erscheint z.B. in Kürze das Buch “Nähen mit Pattarina”, außerdem ist ein Buch mit Kinder-Schnittmustern von Stefanie Kroth erschienen, bei dem man die Pattarina-fähigen Schnittmuster bald bei Topp-Kreativ direkt kaufen kann.

Auch andere Partner stehen in den Startlöchern, z.B. Elle Puls, Burda Style, b-patterns, Pattern company, SO pattern, Zierstoff, Erbsenprinzessin, Nude collective, Tini stickt, Schneidernmeistern oder FashionTAMTAM.

Außerdem werden die aktuellen Anleitungen der Initiative Handarbeit bald als pattarina-fähige Versionen vorliegen.

Wir freuen uns sehr über diese vielen tollen Partner!

So geht es weiter

Wir haben in etwa tausend Ideen, was man als nächstes an Pattarina verbessern sollte. Aber nur durch deine Rückmeldung erfahren wir, was den Nutzerinnen und Nutzern wirklich wichtig ist. Feedback also bitte an feedback@pattarina.de, und schon mal ein herzliches Dankeschön dafür.

Eine Priorität für die nächsten Wochen steht schon fest: Wir werden die Übertragung großer Schnittteile verändern, um die Präzision zu erhöhen.

Aber dann? Lieber schnell viel mehr Schnittmuster? Die Anzeige von Nahtlinie und Schnittlinie gleichzeitig? Mehr Informationen im Schnittteil? Lass es uns wissen. Danke schön.

Liebe Grüße,

Nora und Markus von Pattarina

Markus und Nora von Pattarina

Pattarina im Android-Test

Pattarina jetzt im Android-Test. Lade die App im Play Store herunter und lass uns wissen, falls etwas nicht funktioniert.

Auf ein paar Handys konnten wir Pattarina selbst testen – aber die Android-Welt ist viel, viel größer. Deshalb brauchen wir deine Unterstützung im Android-Test von Pattarina.

Du kannst Pattarina jetzt kostenlos im Play Store herunterladen und ausprobieren. Wir testen bis 5.8. Bis dahin stehen fünf Schnittmuster kostenlos zur Verfügung. Ein weiteres Schnittmuster gibt es auf unserer Webseite per QR-Code.

Tausend Dank für dein Feedback

Im Test suchen wir Fehler in der App. Wenn du einen Fehler bemerkst: Lass uns bitte wissen, was genau passiert ist, und schick am besten gleich deine Geräteinformationen mit (unter Profil – Support kann man sie kopieren). Das Ganze an feedback@pattarina.de oder per Umfrage (siehe in der App unter Profil – Umfrage). Vielen lieben Dank!

Erste Erkenntnisse aus drei Testtagen

  1. Die dritte Hand
    Manche Tester hätten gern eine dritte Hand zur Übertragung – die hat natürlich niemand von uns.
    Wir empfehlen: Stoff beschweren, dann muss man ihn nicht halten. Trickmarker verwenden, der malt leichter als Kreide. Nicht die ganze Linie übertragen, sondern nur Punkte oder kleine Linien malen.
    Wir arbeiten außerdem an einer Lösung, um die Anzeige großer Schnittteile zu verbessern, denn die ist im Moment noch nicht ganz optimal.
  2. Fehler bitte zu uns
    Wenn ein Fehler auftaucht, gib uns bitte Bescheid. Gib uns außerdem bitte etwas Zeit, das Problem zu lösen, ehe du die App im Play Store bewertest.
    Na gut, gegen eine tolle Bewertung jetzt haben wir natürlich nichts 🙂 !
  3. Nicht nur Deutschland, yeah!
    Wir freuen uns sehr über das internationale Interesse an Pattarina. Die Länderliste haben wir jetzt erweitert, so dass Pattarina auch bald in nahezu allen Nachbarländern verfügbar sein sollte. Wir wissen aber nicht genau, wann Google diese Änderungen umsetzt.
    Schau einfach mal im Play Store nach, wenn du z.B. aus Österreich, der Schweiz oder den Niederlanden kommst. Und lass uns bitte wissen, sobald Pattarina für dich herunterladbar ist.
  4. Hochleistung fürs Handy
    Bei Augmented Reality hat das Handy richtig zu tun, es muss Bewegtbilder in Echtzeit analysieren und verarbeiten. Deshalb geht Pattarina erst ab Android 7. Außerdem wird für Augmented Reality bestimmte Hardware benötigt, die nicht in allen Telefonen verbaut ist, z.B. ein Kompass. Deshalb könnte dir – trotz Android 7 oder höher – angezeigt werden, dass diese App für dein Handy leider nicht verfügbar ist. Das tut uns sehr leid, wir suchen nach einer Lösung, sind uns aber nicht sicher, ob wir daran etwas ändern können.

Ansonsten können wir nur sagen: HERZLICHEN DANK, fürs Installieren und Ausprobieren von Pattarina, für die vielen Meldungen, die wir schon bekommen haben, für ermutigende und inspirierende Worte, für die Geduld und für den Enthusiasmus, dem wir unter Hobbynähern immer wieder begegnen und für den wir so dankbar sind.

Und danke an dich fürs Herunterladen, Ausprobieren und Feedback-Geben.

Liebe Grüße, Nora und Markus von Pattarina

Naaa endlich: Android-Test ab Mitte Juli

In den letzten Wochen und Monaten haben wir Pattarina für Android startklar gemacht. Aus dem iOS-Test konnten wir viel lernen – mussten danach allerdings auch einiges an der App umbauen. Deshalb war es bei uns in letzter Zeit etwas stiller.

Aber jetzt: Mitte Juli geht es in den Android-Test

Wir sind nun sehr, sehr froh, bald in den Android-Test starten zu können! Yeah yeah yeah!
Mitte Juli wird es soweit sein. Wir melden uns mit genaueren Hinweisen, wenn es soweit ist.

Pattarina im Android-Test ab Mitte Juli

Der Android-Test wird etwas anders ablaufen als der iOS-Test:

  • Kürzer: 1,5 Wochen Test, danach konzentrieren wir uns voll auf den Launch.
  • Spezifische Fragen: Diesmal gibt es nur ein paar wenige, ganz spezielle Fragen. Du kannst sie direkt in einem Onlineformular beantworten. Wir freuen uns SEHR auf dein Feedback! 

Schon mal vorbereiten

Du möchtest direkt zu Testbeginn loslegen? 

  • Registriere dich auf www.pattarina.de
  • Besorg dir, wenn möglich, einen Trickmarker. Das sind auswaschbare Textilstifte.
  • Finde deinen Gerätetyp und die Softwareversion heraus. (Beispiel: Bei Samsung steht der Gerätetyp unter Einstellungen/Telefoninfo. Klickt man dann auf Software-informationen, wird auch die Softwareversion angezeigt). Im Feedbackformular werden wir danach fragen.
  • Zur Übertragung mit Pattarina wird ein Anker benötigt – den stellen wir in den nächsten Tagen online. Du kannst ihn selbst ausdrucken.

Folge uns sehr gern bei Facebook oder Instagram – dort werden auch alle Neuigkeiten zum Test und zu Pattarina stehen.

Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende wünschen

Nora und Markus von Pattarina

Der erste Pattarina-Prototyp aus Karton

Wie es mit Pattarina begann

Wie wir auf die Idee zu Pattarina gekommen sind – das werden wir oft gefragt, und ich möchte gern hier etwas davon erzählen. Ich, Nora, nähe selbst schon seit meiner Kindheit – aber die ganze Schnittmustervorbereitung empfand ich schon immer als anstrengend.

Auf der Heimfahrt von einer Silvesterparty Anfang 2017 kam mir plötzlich die Idee, Schnittmuster irgendwie mit Licht auf den Stoff zu übertragen. Wie cool wäre es, wenn man die Schnittteile einfach auf dem Stoff anknipsen könnte?

Idee 1: Wir bauen einen Beamer für Schnittmuster

Ein halbes Jahr bin ich mit der Idee durch die Welt gelaufen, einen Schnittmusterbeamer zu bauen. Es gibt sogar noch den allerersten Prototypen! Ein Karton mit einer riesigen Linse vorn drauf – hinten kann man sein Handy reinstecken, und das Handybild wird durch die Linse projiziert. 

Lighty, der erste Patttarina-Prototyp
Lighty – unser erster Prototyp

Das Bild an der Wand war allerdings nur sehr, sehr funzlig. In der totalen Dunkelheit war eher ein Flackern als ein Schnittteil zu sehen.

Als nächstes habe ich angefangen, mit echten Beamern zu experimentieren. Auf einem Handgemacht Kreativmarkt hier in der Gegend habe ich einen kleinen Stand gemietet und mich dort mit einem Ultra short throw Beamer postiert, ein Schnittteil angezeigt und geschaut was die Leute sagen.

Pattarina wurde auf Messen getestet


Die Reaktionen waren der Wahnsinn. Manche wollten direkt den Beamer kaufen! Das hat gezeigt, dass ich nicht die einzige bin, die ein Problem mit der Schnittmustervorbereitung hat.

Pattarina-Prototyp-alt: ein Beamer
So sahen die projizierten Linien aus

Allerdings ist mir dabei auch klar geworden, wie umständlich so ein Beamer in der Handhabung ist, wie teuer, und wie kompliziert in der Entwicklung. 

In dieser Phase habe ich auch umfangreiche Interviews mit Hobbynähern geführt, teilweise bis zu 3 Stunden lang. Durch offene Fragen habe ich versucht herauszufinden, was diese Leute am Nähen am meisten mögen, und was sie am wenigsten mögen.

Wie hättest du geantwortet? Schreib es gern hier als Antwort dazu. Danke!

In den Interviews kam raus: Am meisten gemocht wird die Kreativität und das tatsächliche Nähen an der Maschine. Und – Glück für uns – 80% aller Befragten mögen tatsächlich die Vorbereitung der Schnittmuster am wenigsten. Abgeschlagen auf Platz 2 und 3: Wenn etwas nicht funktioniert/die Maschine streikt sowie Handnähte.

Idee 2: Wir bauen lieber eine Schnittmuster-App

Im September 2017 passierten zwei Dinge gleichzeitig, die geholfen haben, Pattarina technologisch neu auszurichten.


1.) Das ARKit von Apple kam heraus, eine neue Entwicklungsumgebung für Augmented-Reality-Anwendungen. Das war ein richtiger Quantensprung im Vergleich zu allem, was es vorher im Bereich Augmented Reality gab! 


2.) Durch meine Doktormutter und seinen Doktorvater lernte ich Markus kennen. Er war sofort begeistert davon, eine App für Schnittmuster zu entwickeln und Hobbynähern das Leben zu vereinfachen. Sein Opa war leidenschaftlicher Laubsäger – Markus hat also direkt weitere Anwendungsfälle gesehen. 

Markus und ich haben uns gemeinsam entschieden, es mit Augmented Reality zu versuchen. Im Mai 2018 haben wir so richtig losgelegt. Unser großes Glück: Wir hatten das Startup-Stipendium exist erhalten und bauten am ersten Prototyp der App. Im Juni hatten wir direkt unseren ersten Nutzertest, und ab da hieß es: 3 Wochen entwickeln, 1 Woche testen.
Insgesamt 45 Leute haben wir getroffen, ihnen ein Handy in die Hand gedrückt und gebeten, die App auszuprobieren.

Nutzertest bei Pattarina
Beim Nutzertest wird einem ständig über die Schulter geschaut


Bei solchen Tests ist es wichtig, dass man die Tester möglichst frei einfach machen lässt, nicht viel erklärt und auch nicht hilft, wenn sie nicht weiterkommen. Gar nicht so einfach 🙂
Nach 45 Tests in Cottbus, Berlin, Potsdam, Dresden und Leipzig haben sich Markus und Carl, der uns damals intensiv geholfen hat, für einige Wochen zurückgezogen und die App “so richtig” programmiert. Aus einem Prototyp wurde eine App, die tausende Nutzer gleichzeitig verwenden konnten.

Und mit dieser App haben wir Ende Januar unseren Testlauf gestartet. Über 1.600 Menschen haben die App heruntergeladen und ausprobiert, wir haben bestimmt von 1.000 Testern detailliertes Feedback bekommen. Und sehr viele Designer haben uns unterstützt, indem sie uns je ein Schnittmuster zum testen überlassen haben (diese Designer waren beim Test dabei). Zu sehen, dass uns so viele Leute so aktiv unterstützen, hat uns wirklich sehr, sehr glücklich gemacht.

Du möchtest beim nächsten Test dabei sein? Dann registriere dich für die Testrunde.

Im Test haben wir viel gelernt! Insgesamt waren wir sehr zufrieden, wie die App damals schon lief, aber natürlich sind wir auch auf einige Bugs gestoßen. Seitdem geht es hier darum, alle Fehler auszumerzen und die App fertig zu bekommen.

Und woher kommt der Name Pattarina?

Von Anfang an war klar, dass sich unser Name aus den Wörtern “Patterns in air” ergeben soll. Denn Schnittmuster, die durch die Luft auf den Stoff kommen, an Stelle von Schnittmusterpapier, -folie oder sonstigen Hilfsmitteln.

Die erste Idee war Pina, also die einfache Abkürzung von Patterns in air. Der Name Pina ist aber schon in allen möglichen Kontexten vergeben, also kam der “Nachname” Patterly dazu. Problem: Pina Patterly konnte kein Mensch so richtig aussprechen.

Markus hatte dann eines Tages die Eingebung, die Abkürzung einfach anders zu gestalten. Patterina statt Pina, für Patterns in air. Ich habe dann noch das ER in der Mitte durch AR ersetzt, als Abkürzung für Augmented Reality. So ist Pattarina entstanden.

Und ob man das jetzt deutsch oder englisch ausspricht, ob man es Patterina, Patarina oder Pattarina schreibt ist jedem selbst überlassen. 🙂

Danke und viele liebe Grüße,

Nora und Markus

Anker und Fadenlauf

Was ist eigentlich dieser Anker? Und berücksichtigt Pattarina den Fadenlauf? Wie geht das?

Der Anker ist ein kleines Blatt Papier – die letzte Seite, die man drucken muss, denn er funktioniert mit allen Schnittmustern und allen Schnittteilen. Auf diesem Blatt Papier ist ein vordefiniertes Bild drauf, das asymmetrisch und sehr kontrastreich ist. Es hilft der App, sich zu orientieren.

Der Pattarina-Anker
Der Pattarina-Anker

Sobald dieses Bild auf dem Stoff liegt und vom Handy erkannt wird, erscheint das Schnittteil. Es hängt exakt an diesem Bild dran, ist quasi daran geankert (so sind wir auch auf den Namen gekommen). 

Mit Hilfe des Ankers kann man dann das Schnittteil ausrichten, denn der kleine Pfeil in der Mitte des Ankers liegt genau parallel zum Fadenlauf des Schnittteils. Also schaut man, dass der Pfeil im Anker schön parallel zur Webkante oder zum Stoffbruch liegt.

Da der kleine Pfeil im Anker parallel zu den Außenkanten des Ankers ist, kann man sich auch daran gut orientieren.

In Technologiesprech heißt so ein Anker übrigens Marker. Das wollten wir hier lieber vermeiden, da dieses Wort im Nähbereich schon von den Trickmarkern besetzt ist, und auch leicht mit Markierungen wie Knipsen verwechselt werden könnte.

Mit Hilfe des Ankers lassen sich Teile auch gut im schrägen Fadenlauf ausrichten:

Pattarina-Anker im schrägen Fadenlauf
Pattarina-Anker im schrägen Fadenlauf

Herzliche Grüße und einen schönen Sonntagnachmittag

Nora

Einfacher Trick um einen nahtverdeckten Reissverschluss perfekt einzusetzen

Nahtverdeckter Reissverschluss – das Geheimnis der zweiten Naht

Hier soll es nicht nur darum gehen, wie sich unsere Schnittmuster-App Pattarina entwickelt, sondern auch um unser Hobby an sich. Heute zeige ich einen Trick für das Einnähen von nahtverdeckten Reissverschlüssen, der mir sehr geholfen hat, die Dinger ohne Versatz einzunähen, selbst in Seide.

Problem: Nahtverdeckter Reissverschluss – in dieser schönen Seide

Ein schönes, langes Kleid wollte ich, körpernah, aus Seide, nach einem alten Burda-Einzelschnitt.

Seidenkleid nach Burda

Und in dieses wollte ich einen nahtverdecktem Reissverschluss einnähen. Als Anfänger habe ich monatelang mit solchen Reissverschlüssen gekämpft. Erst nach mehreren Anläufen wurde mir klar, dass man dafür einen speziellen Fuß benötigt. Mit diesem Fuß wurde es etwas besser, aber immer noch nicht gut.

Zu meiner neuen Nähmaschine gab es einen neuen extra Fuß mit eigener Anleitung – und diese enthält den ultimativen Trick, der dafür sorgt, dass der Reissverschluss nicht zu sehen ist und er sich auch nicht verschiebt.

Einfacher Trick um einen nahtverdeckten Reissverschluss perfekt einzusetzen

(dass er oben ein wenig durchhängt lässt sich damit allerdings nicht verhindern :-))

Das Geheimnis der zweiten Naht

Diese beiden Füßchen werden benötigt – sowohl der Spezialfuß für nahtverdeckte Verschlüsse (Z) als auch der normale Reißverschlussfuß (E).

2 Füße für nahtverdeckten Reissverschluss

Nachdem der Reißverschluss eingeheftet ist und man sicher ist, dass alles passt, geht es los.

  • Zuerst wird das erste Reißverschlussband wie gewohnt mit dem nahtverdeckten Spezialfuß Z angenäht. Hier ist es das von innen gesehen rechte Band des Reißverschlusses.

Nahtverdeckter Reissverschluss mit zweiter Naht

  • Der Reissverschluss wird jetzt geschlossen.
  • Das gegenüberliegende Reissverschlussband (hier das links liegende) wird mit dem normalen Reissverschlussfuß E angenäht. Also nicht bereits mit dem nahtverdeckten Fuß, sondern mit dem ganz normalen RV-Fuß.

Nahtverdeckter Reissverschluss mit zweiter Naht

Das ist natürlich nicht so dicht möglich wie mit dem Spezialfüßchen. Aber: Jetzt ist der Reissverschluss zumindest mal auf beiden Seiten festgenäht, und zwar ohne dass er sich beim Festnähen des zweiten Bandes verschieben konnte (denn der Reißverschluss war ja geschlossen). Hätte man direkt das zweite RV-Band mit dem nahtverdeckten Füßchen angenäht, wäre das nur bei geöffnetem Reißverschluss gegangen. Nur durch den Wechsel auf das normale Reißverschlussfüßchen ist es möglich, die zweite Seite bei geschlossenem RV zu fixieren.

Um nun ganz nah an den RV rannähen zu können, wird der Reissverschluss wieder geöffnet, und das links liegende Reissverschlussband mit dem Spezialfuß Z angenäht.

Nahtverdeckter Reissverschluss mit zweiter Naht

Und fertig.

Vielleicht war ich die einzige, die das so noch nicht kannte – aber vielleicht hilft es auch jemandem von Euch.

Verlinkt zu Nähfrosch und zu Sewlala.

Viele Grüße

Nora