Und, wie läuft der Test?

Seit einem Monat ist Pattarina im iOS-Testlauf – und wir sind überwältigt davon, wie viele mittesten, uns ihre Beobachtungen, Kommentare, Fotos und Vorschläge schicken. Hier möchten wir zusammenfassen, was wir gelernt haben und wie es weitergeht.

Der Pattarina-Test

Pattarina ist die erste App, mit der man Schnittmuster direkt vom Handy auf den Stoff übertragen kann. Nie wieder drucken, kleben oder abpausen. Das spart Zeit, Nerven und Papier.

Diese App entwickeln mein Kollege Markus und ich seit fast einem Jahr zusammen. Wir haben sie schon mit über 40 Testern in persönlichen Treffen getestet. Nun war die App bereit für den nächsten Schritt – ein Test mit vielen Leuten, die Pattarina auf ihren eigenen Handys ausprobieren, ohne dass einer von uns daneben steht und erklärt wie es geht.

“Bereit zum Test” heißt übrigens nicht, dass die App fertig ist – es gibt immer noch eine Menge zu tun. Uns war es wichtig, so früh wie möglich Rückmeldungen von echten Nutzern zu bekommen, um zu sehen, wo wir wirklich noch ranmüssen, und wo eine Lösung vielleicht schon gut genug ist (auch wenn es einem in den Fingern juckt, da und dort noch was zu verbessern).

Was man mit Pattarina macht – abzeichnen unter dem Handybildschirm – ist auch eine neue Arbeitsweise, die man so noch nie angewendet hat. Es geht beim Test also nicht nur um die Verständlichkeit und Bedienbarkeit der App an sich, sondern auch um das Testen dieses ganz neuen Arbeitsprozesses.

So viele Pattarina-Tester

Sehr, sehr viele Leute sind dem Testaufruf gefolgt und schreiben uns megaviel Feedback. Fast die Hälfte der Leute, die wir eingeladen haben und die ein Telefon ab dem iPhone 6s besitzen, haben die App schon getestet. Das ist eine unfassbar hohe Quote – danke schön an alle Tester!

Direkt zu Beginn des Testes hat uns das gleich etwas Nerven gekostet – Apple hat die Einladungsmail an einem Samstag Abend verschickt, ohne dass wir genau wussten, wann es losgeht. Und auf den Ansturm, der dann kam, war unser Backend nicht ganz eingestellt. Fotos oder Nähanleitungen wurden deshalb in der ersten Testnacht nicht angezeigt. Zum Glück konnten wir das Problem direkt am Sonntag morgen direkt beheben. :-)))

Die ersten Ergebnisse

Am meisten freut uns, dass sich die Tester in der App gut zurechtfinden, und dass die Übertragung der Schnittmuster gut klappt, vor allem bei den Kindersachen. Wir haben schon mehrere total süße Fotos mit Pumphosen, Schlauchschals, Shirts und Mützen bekommen.

Natürlich zeigen sich auch ein paar Bugs in der App – um die zu finden, testen wir ja. Bei gewissen Handymodellen stürzt die App manchmal ab oder bestimmte Icons reagieren teilweise nicht. Das ist ärgerlich, und wir arbeiten an der Behebung.

Auch bei der Übertragung größerer Schnittteile hatten ein paar Nutzer Schwierigkeiten, andere sind gut klargekommen. Die Schwierigkeiten liegen zum Teil an technischen Dingen, die wir in der App verbessern müssen, zum Teil daran, dass es ein paar Rahmenbedingungen für die Übertragung gibt, auf die wir stärker hinweisen müssen. Auf folgende Dinge sollte man achten, haben wir im Test gelernt:

  • Auf dem Tisch ist die Übertragung einfacher als auf dem Boden.
  • Kreide geht nicht, auch Buntstifte sind schwierig. Man benötigt wirklich irgendein Zeichengerät, das die Farbe ganz leicht auf dem Stoff hinterlässt, ohne dass man dafür den Stoff festhalten muss. Denn genau dafür hat man eben keine Hand frei. Trickmarker, auswaschbare Filzstifte, so was in der Richtung, sind einfacher zu benutzen.
  • Rutschige Stoffe sind eine besondere Herausforderung. Die müssen so gut wie möglich fixiert werden. Und es ist einfacher, bei solchen Stoffen nur Punkte zu übertragen, die man leicht auf den Stoff tippt, anstatt Linien zu ziehen.
  • Der Anker muss immer im Bild sein. Problem dabei: Der Anker ist offiziell “aus dem Bild”, wenn er vom eigenen Arm verdeckt wird. Das passiert natürlich bei der Übertragung häufiger. Immer dann rutschen die Linien ein wenig, und springen zurück, wenn der Anker wieder voll zu sehen ist. Hat man gesprungene Linien übertragen, wird die Form ungenau. Hier arbeiten wir auch an einer technischen Lösung.
  • Das Anlegen am Stoffbruch ist manchmal herausfordernd, weil man den Eindruck hat, er liegt nicht genau in der Flucht. Das ist ein technisches Problem, an dem wir gerade arbeiten.

So geht es bei uns weiter

Wir haben viele konkrete Verbesserungen für die App notiert, und auch ein paar supercoole Ideen eingesammelt, wie sich die App weiterentwickeln soll.

Von den konkreten Dingen sind zwei Veränderungen etwas umfangreicher, das heißt wir müssen dafür unsere IT-Architektur ein Stückweit anpassen. Die anderen sind dagegen relativ schnell umzusetzen.

Wenn das geschehen ist, sind wir bereit für eine zweite Testrunde. Die wird dann für Android sein! Registriere dich, wenn du dabei sein willst.

Wir freuen uns weiterhin auf eure rege Teilnahme und euer Feedback.

Liebe Grüße

Nora und Markus von Pattarina

2 Gedanken zu „Und, wie läuft der Test?

  1. Silke sagt:

    Voll der geile Scheiß. Musste jetzt einfach mal derb sein. So beeindruckt bin ich. Muss ich mir jetzt doch so ein absurd teures I-Phone kaufen?

  2. Ilka sagt:

    Geht mir genauso. Hey, ich bin echt neidisch auf die anderen, die das schon ausprobieren durften. Hatte es dann auch mit dem iPad versucht, was aber nicht ging. Jetzt heißt es, geduldig bleiben.

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